Brüssel (AFP) Die umstrittene Haltung zweier Minister zu flämischen Nazi-Kollaborateuren hat den ersten Auftritt von Belgiens neuem Regierungschef Charles Michel im Parlament überschattet. Der Versuch des 38-jährigen Chefs der wallonischen Liberalen (MR), sein Regierungsprogramm vorzustellen, wurde am Dienstag immer wieder von Zwischenrufen der Opposition unterbrochen. Diese verlangte vergeblich von Michel eine unmittelbare Stellungnahme zu dem Verhalten der beiden Minister der nationalistischen Neuen Flämischen Allianz (N-VA). Michel kündigte eine Reaktion erst nach der Vertrauensabstimmung am Donnerstag an.