London (SID) - Spitzenathleten gefährden anscheinend durch den Sport nicht selten ihre Zahngesundheit. Diese Erkenntnis ist das Ergebnis einer Studie von Forschern aus Großbritannien und den USA auf Basis von 39 Einzeluntersuchungen. Demnach sind zwischen 15 und 75 Prozent der Elitesportler von Karies betroffen, bis zu 15 Prozent weisen Zahnfleischentzündungen auf, bei 36 bis 85 Prozent wurde eine Auflösung des Zahnschmelzes festgestellt.

Die Forscher führen die dentalen Probleme auf mehrere Ursache zurück. Inhaltsstoffe häufig verwendeter Energy-Getränke greifen die Zähne an, durch Diäten fehlen den Zähnen beispielsweise Mineralien. Zudem schlagen die Belastungen des intensiven Trainings einerseits direkt auf die Zähne durch und lassen Sportler andererseits in vielen Fällen die allgemeine Zahnpflege vernachlässigen.

Schon bei den Olympischen Spielen 2012 in London hatten sich Wissenschaftler in einer Umfrage mit der Zahngesundheit von Topsportlern beschäftigt. Dabei hatten 46,5 Prozent der Teilnehmer eingeräumt, in den vorherigen zwölf Monaten keinen Zahnarzt besucht zu haben. 18 Prozent gaben an, dass Zahnprobleme ihre Leistungen in der Vergangenheit schon einmal beeinträchtigt hätten.