Hamburg (SID) - Für Angelique Kerber hätte der Sieg im Fed-Cup-Finale am 8./9. November gegen Gastgeber Tschechien in Prag den allerhöchsten Stellenwert. "Für mich wäre es das Highlight. Die Halbfinals bei den US Open und in Wimbledon bedeuten mir auch viel - und natürlich ebenso meine drei Turniersiege. Aber ein Fed-Cup-Titel wäre der Wahnsinn", sagte die Weltranglistenzehnte aus Kiel dem Tennis Magazin.

An die Rolle als Nummer eins im deutschen Team hat sich die 26-jährige Kerber mittlerweile gewöhnt. "Seit den letzten Fed-Cup-Partien habe ich das Gefühl, dass ich immer mehr als Führungsspielerin auftrete", meinte die eher introvertierte "Angie" und gestand: "Vor ein paar Jahren lag mir diese Rolle noch nicht. Ich bin an meinen Aufgaben gewachsen und habe mich weiterentwickelt."

Nach einer durchwachsenen Saison mit vier Finalteilnahmen sieht sich Kerber aber noch nicht auf dem Zenit. "Ich bin überzeugt, dass meine stärkste Zeit noch kommen wird. Ich kann noch besser spielen", sagte die kampfstarke Linkshänderin, die vor allem noch an ihrem Aufschlag arbeiten will. 

Beim am Montag beginnenden WTA-Finale der besten acht Spielerinnen 2014 in Singapur (bis 26. Oktober) ist Kerber die erste Ersatzspielerin. Ungeachtet dessen zog sie bereits vor dem Fed-Cup-Endspiel ein positives Fazit ihres Tennisjahres. "Unter dem Strich gehöre ich noch immer zu den besten zehn Spielerinnen der Welt. Das war eines meiner großen Ziele", betonte die US-Open-Halbfinalistin von 2011.