Köln (SID) - Hessens Innenminister Peter Beuth hat die schweren Ausschreitungen während einer Demonstration vermeintlicher Fußball-Hooligans in Köln aufs Schärfste verurteilt. Das sei "pures Ausleben von Gewalt gegen die Polizei", sagte der CDU-Politiker der Tageszeitung Die Welt: "Das hat nichts mit dem Grundrecht auf Meinungsfreiheit zu tun. Gegen solche Straftaten werden wir mit allen rechtsstaatlichen und polizeilichen Mitteln konsequent vorgehen."

Bei dem Aufmarsch der rund 4500 Demonstranten hatte es in der Kölner Innenstadt schwere Zusammenstöße mit der Polizei gegeben, dabei wurden 44 Ordnungshüter verletzt. 17 Personen wurden vorübergehend festgenommen. Bei einem Marsch durch die Kölner Innenstadt kam es zu Flaschenwürfen gegen Polizisten und Journalisten sowie zum Einsatz von Pyrotechnik. Die Beamten setzten zwei Wasserwerfer, Pfefferspray und Schlagstöcke ein.

"Zudem werden die Polizei und die Justiz ermitteln, wer jeweils für die Gewaltakte zuständig ist", sagte Beuth: "Über die Fußballvereine müssen wir dann zudem erreichen, dass zusätzlich für solche Personen Sanktionen erlassen werden. Außerdem beobachten unsere Spezialisten der Polizei die Szene und deren Entwicklung genau."