Berlin (SID) - DOSB-Präsident Alfons Hörmann (54) hat den Entwurf für das neue Anti-Doping-Gesetz begrüßt. "Wer den neuen Entwurf liest, der kann feststellen, dass zentrale Forderungen des Sports wesentliche Bestandteile des Gesetzes sind", sagte Hörmann im ZDF-Morgenmagazin: "In der Grundtendenz geht das, was die Regierung vorlegt, genau in die Richtung, die wir uns vorstellen. Über einige Details wird noch einmal zu diskutieren sein."

Am Mittwoch stellten Bundesinnenminister Thomas de Maiziére (CDU) und Justizminister Heiko Maas (SPD) nach jahrelangem Ringen ihren Entwurf für ein Anti-Doping-Gesetz vor. Dies beinhaltet unter anderem eine Höchststrafe für gedopte Sportler von bis zu drei Jahren. Zudem wird bereits der Besitz von Dopingmitteln unter Strafe gestellt. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte in der Vergangenheit durch ein solches Gesetz eine Entwertung der Sportgerichtsbarkeit befürchtet und sich gegen die uneingeschränkte Besitzstrafbarkeit ausgesprochen.