Monaco (SID) - Präsident Thomas Bach vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) lässt sich laufend über neue Details zur russischen Doping-Affäre informieren. Bach traf sich am Rande des IOC-Meetings in Monaco auch mit Craig Reedie, Chef der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA. 

"Das sind sehr ernste Vorwürfe, und das IOC zögert nicht, den nächsten notwendigen Schritt zu tun", teilte IOC-Sprecher Mark Adams in Monaco mit. Die IOC-Ethik-Kommission stehe in ständigem Kontakt mit der Ethik-Kommission des Leichtathletik-Weltverbandes (IAAF), die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen hat, hieß es. Reedie teilte Bach mit, dass die WADA alle notwendigen Informationen zur Verfügung stellen würde.

Die ARD-Sendung "Geheimsache Doping: Wie Russland seine Sieger macht" hatte am Mittwoch über zahlreiche Zeugenaussagen und belastende Dokumente zu systematischem Doping im russischen Spitzensport berichtet. Dabei waren vor allem der russische Leichtathletik-Verband sowie deren Präsident Walentin Balachnitschew, gleichzeitig Schatzmeister des Weltverbandes IAAF, belastet worden.