Limoges (SID) - Aus den Gesichtern von Trainer Sasa Obradovic, Geschäftsführer Marco Baldi und Sportdirektor Mithat Demirel ließ sich so einiges ablesen. Stolz lächelten sie Arm in Arm in die Kamera , als Alba Berlin den Sprung in die zweite Gruppenphase der Euroleague perfekt gemacht hatte. "Top 16, wir kommen", teilte der deutsche Basketball-Pokalsieger nach seinem Coup mit: "So sehen Sieger aus."

Das 71:65 (35:27) beim französischen Champion CSP Limoges war für Alba der vorläufige Höhepunkt einer bisher nahezu perfekten Saison. Ungeschlagen Spitzenreiter in der Bundesliga, und nun ganz im Gegensatz zu Meister Bayern München auch noch in der Königsklasse weiter. Es könnte kaum besser laufen.

"Ich bin froh, dass wir es unter die Top 16 geschafft haben", sagte Obradovic: "Die Bedeutung des Spiels hat bei beiden Mannschaften für große Nervosität gesorgt. Aber wir haben eine guten Weg gefunden." Jamel McLean, mit 18 Punkten bester Werfer der Berliner, meinte: "Sie sind ein starkes Team. Aber wir wollten unbedingt den Sieg und haben ihn uns erkämpft."

Durch die Niederlage von Cedevita Zagreb gegen Titelverteidiger Maccabi Tel Aviv (71:82) stand vor dem Spiel fest, dass ein Sieg für den Einzug in die nächste Runde reichen würde. Und Alba ergriff seine erste Chance auf das Weiterkommen. Platz vier haben die Berliner in der Gruppe B schon sicher, Platz drei ist am kommenden Freitag (20.15 Uhr) mit einem weiteren Erfolg gegen Zagreb noch möglich.

Erst Ende des Jahres geht es mit der zweiten Gruppenphase (30. Dezember bis 10. April) weiter. Dann stehen nach den zehn Vorrundenspielen 14 weitere Partien auf dem Programm. Gegner stehen noch nicht fest, da die Endplatzierung darüber entscheidet, in welche der zwei Achtergruppen Berlin kommt.

Die "Albatrosse" haben die Doppelbelastung bislang gut weggesteckt. In der Liga stehen 24:0 Punkte zu Buche. Wenn nichts Ungewöhnliches passiert, kommen am Montag (20.00 Uhr) beim Abstiegskandidaten Walter Tigers Tübingen die nächsten hinzu.