Hamburg (SID) - Die Leidenszeit des René Adler nimmt einfach kein Ende. Der 29-Jährige war schon auf dem Gipfel, stürzte ab, kämpfte sich zurück und steht nach zahlreichen Verletzungsproblemen beim Hamburger SV jetzt nur noch auf dem Abstellgleis.

In der Hinrunde stand Adler, der beim HSV noch einen Vertrag bis 2017 besitzt und rund 2,7 Millionen Euro im Jahr verdienen soll, nur in den ersten beiden Spielen im Tor. Danach wurde der ehemalige Nationalkeeper, dem ein Rippenbruch die WM 2010 gekostet hatte, durch Jaroslav Drobny ersetzt.

Die Verantwortlichen an der Elbe werden unruhig und denken offenbar über die Verpflichtung eines neuen, billigen Ersatzkeepers im Winter nach. "In der Vorbereitung zur Rückrunde muss sich zeigen, ob es geht. Wir haben das sportliche Risiko und die sportliche Verantwortung", sagte HSV-Sportchef Peter Knäbel und bezeichnete die jetzige Situation als "Risiko".