Berlin (dpa) - Zehn Jahre nach dem Start der Hartz-IV-Reform dringen die Gewerkschaften auf durchgreifende Korrekturen. "Die Agenda-Politik war darauf angelegt, das Lohnniveau in Deutschland zu senken und einen Niedriglohnsektor großen Stils entstehen zu lassen", sagte Verdi-Chef Frank Bsirske. Für ihn ist es notwendig, "bei der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen mehr zu tun und die Sanktionen zu überprüfen". IG-BAU-Chef Robert Feiger forderte noch stärkere Korrekturen. Viele Bedürftige hätten resigniert und verzichteten auf den Gang zu den Arbeitsagenturen, sagte Feiger.