Köln (SID) - Im Laufschritt hinaus aus 2014: Sportlich steht der Jahreswechsel traditionell im Zeichen der Leichtathletik. Die wichtigsten internationalen Silvesterläufe in Madrid, Bozen oder Sao Paulo strotzen nur so von Weltklasse, aber auch die deutschen Rennen wie in Trier haben einiges zu bieten. 

Bei der Mutter aller Silvesterläufe, der seit 1925 ausgetragenen Corrida Internacional de Sao Silvestre in der brasilianischen Metropole Sao Paulo, heißt der Topfavorit Tariku Bekele aus Äthiopien. Der Bruder von 5000- und 10.000-m-Weltrekordler Kenenisa Bekele peilt seinen zweiten Sieg nach 2011 an.

Topstar beim wichtigsten europäischen Rennen am Mittwoch in Spaniens Hauptstadt Madrid ist Mahiedine Mekhissi-Benabbad. Der Franzose war als "Nacktjubler" in die Schlagzeilen geraten, als er sich bei der EM in Zürich auf der Zielgeraden das Trikot vom Leib riss, "oben ohne" ins Ziel lief und disqualifiziert wurde.

In Südtirols größter Stadt Bozen bekommt es Muktar Edris (Äthiopien), Jahresweltbester über 5000 m, unter anderem mit Marathon-Europameister Daniele Meucci aus Italien und dem Olympiadritten Thomas Longosiwa (Kenia) zu tun. Bei den Frauen sollte die zweimalige 1500-m-Weltmeisterin Maryam Jamal (Bahrain) der Topstar sein. Kurios: Jamal wurde sowohl von den Veranstaltern in Bozen als auch von denen in Trier als Starter am Silvestertag angekündigt. Beide Rennen vermeldeten inzwischen den "verletzungsbedingten Ausfall" der gebürtigen Äthiopierin.   

In Deutschlands ältester Stadt Trier gibt sich am Mittwoch die nationale Elite die Ehre. Bei den Männern bekommt es der deutsche "Läufer des Jahres" Arne Gabius (Tübingen), 2014 mit in Frankfurt erzielten 2:09:32 Stunden schnellster deutscher Marathon-Debütant der Geschichte, mit 1500-m-Ass Homiyu Tesfaye (Frankfurt) zu tun. Das Frauen-Feld führt Corinna Harrer (Regensburg), in diesem Jahr Siegerin des Wien-Marathons, an.

Der in Sachen Teilnehmer größte deutsche Silvesterlauf von Werl nach Soest in Westfalen war in den vergangenen Jahren von Sabrina Mockenhaupt dominiert worden. Die 34-Jährige gönnt sich nun aber nach einer kräftezehrenden Saison eine Ruhepause.