Deutlich mehr Euro-Falschgeld in Deutschland und weltweit

Frankfurt/Main (dpa) - Geldfälscher haben 2014 deutlich mehr Euro-Blüten in Umlauf gebracht als im Vorjahr. In Deutschland zogen Banken, Handel und Polizei rund 63 000 falsche Euro-Banknoten aus dem Verkehr und damit 63 Prozent mehr als 2013, wie die Bundesbank am Freitag in Frankfurt mitteilte. "Das Falschgeldaufkommen ist deutlich gestiegen - aber auf einem niedrigen Niveau", sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele. Erstmals versuchten sich Fälscher auch am neuen Zehn-Euro-Schein, den Europas Notenbanken erst seit dem 23. September ausgeben. Auch weltweit stieg die Zahl gefälschter Euro-Noten kräftig um ein Viertel auf 838 000.

Schwaches Russland-Geschäft und Golfsparte bremsen Adidas

Herzogenaurach (dpa) - Das schwache Russland-Geschäft und der schwierige Konzernumbau haben den Sportartikelhersteller Adidas im vergangenen Jahr ausgebremst. Der Umsatz stieg 2014 um nur zwei Prozent auf 14,8 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag bei der Bekanntgabe vorläufiger Geschäftszahlen mitteilte. Beim Gewinn musste sich der fränkische Sportartikelhersteller mit 650 Millionen Euro begnügen. Ursprünglich hatte Adidas mit deutlich höheren Erträgen gerechnet, musste dann aber den Wert im vergangenen Sommer nach unten korrigieren. Endgültige Zahlen will das Unternehmen erst am 5. März bekanntgeben.

Nach Tod von Saudi-Arabiens König Abdullah: Ölpreise steigen leicht

Riad/New York (dpa) - Der Tod von Saudi-Arabiens König Abdullah hat auch Folgen auf dem hochsensiblen internationalen Ölmarkt. Die zuletzt stark gefallenen Ölpreise stiegen am Freitag leicht: Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete am Vormittag 49,68 US-Dollar und damit 1,16 Dollar mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte um 1,01 Dollar auf 47,32 Dollar zu. Medien hatten in der Nacht zum Freitag gemeldet, dass der 91-jährige Abdullah gestorben ist. Sein Tod erhöht aus Sicht von Experten die Unsicherheit über die künftige Ausrichtung des Ölkartells Opec.

McDonald's plant weniger neue Filialen nach tristem Jahr

Oak Brook (dpa) - McDonald's backt in diesem Jahr kleinere Brötchen. Weltweit seien 2015 nur rund 2 Milliarden US-Dollar an Investitionen eingeplant, das sei das niedrigste Budget seit über fünf Jahren, teilte McDonald's am Freitag bei der Zahlenvorlage mit. Geplant seien weniger Neueröffnungen, zunächst sollten Umsatz und Profitabilität der weltweit über 36 000 Filialen verbessert werden. Im vierten Quartal verbuchte die Fastfood-Kette einen Umsatzrückgang von 7 Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar. Der Gewinn knickte um mehr als ein Fünftel auf unterm Strich 1,1 Milliarden Dollar ein. Im Gesamtjahr setzte der Konzern 27,4 Milliarden Dollar um, 2 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Gewinn ging um 15 Prozent auf 4,8 Milliarden Dollar zurück.

Milliardenkampf soll britischen Mobilfunkmarkt stabilisieren

London (dpa) - Der britische Mobilfunkmarkt ist weiter in Aufruhr. Der Mischkonzern Hutchison Whampoa aus Hongkong will 9,25 Milliarden Pfund (rund 12,1 Mrd Euro) in bar für den britischen Mobilfunk-Arm von Telefónica - O2 UK - bezahlen. Beide Unternehmen bestätigten am Freitag exklusive Verkaufsgespräche. Eine weitere Milliarde Pfund könnte nach dem Abschluss hinzukommen. Hutchison ist mit dem Anbieter Three bereits auf dem britischen Markt vertreten. Telefónica-Aktien zogen an der Börse in Madrid am Vormittag um mehr drei Prozent an. Der Vollzug des Geschäftes ist aber frühestens 2016 vorgesehen. Die geplante Fusion von Three mit O2 soll drei bis vier Milliarden Pfund an Kosten sparen.

Warnstreiks sorgen für Wartezeiten an Flughäfen Hamburg und Stuttgart

Hamburg/Stuttgart (dpa) - Warnstreiks des Sicherheitspersonals an den Flughäfen in Stuttgart und Hamburg haben am Freitag für Gedränge und lange Warteschlangen gesorgt. Am Stuttgarter Flughafen waren bis 14.00 Uhr gut 60 Abflüge betroffen, sagte ein Sprecher. Flugausfälle und Verspätungen habe es aber nicht gegeben. In Hamburg fielen 53 Flüge in den Zeitraum des Warnstreiks von 11.00 bis 16.00 Uhr - vier Flüge waren gestrichen worden. Viele Reisende in Hamburg waren der Aufforderung des Flughafens gefolgt und hatten möglichst vor dem Streikbeginn eingecheckt.

Dax eilt am Wochenschluss von Rekord zu Rekord

Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Börsen-Leitindex Dax hat dank der EZB-Geldflut am Freitag gleich mehrere runde Rekordmarken gerissen: 10 500, 10 600, 10 700 Punkte. Zwar bröckelten die Gewinne des deutschen Leitindex zuletzt wieder etwas ab, er stand jedoch noch immer 1,83 Prozent im Plus bei 10 627,01 Punkten. Für den Index der mittelgroßen Konzerne, den MDax, ging es am Freitag ebenfalls um 1,94 Prozent auf 18 649,82 Punkte nach oben. Der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 1,59 Prozent auf 1481,80 Punkte. Der Kurs des Euro setzte seine Talfahrt fort: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1198 (Donnerstag: 1,1618) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8930 (0,8607) Euro.