Straßburg (AFP) Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Italien verurteilt, weil ein von einer Leihmutter stammendes acht Monate altes Baby von seiner Familie getrennt und in Pflege gegeben wurde. Auch wenn das italienische Gesetz das Austragen von Kindern durch Leihmütter verbiete, sei dies keine Rechtfertigung für eine solch "extreme Maßnahmen", befanden die Straßburger Richter am Dienstag. Sie gaben einem heute 47 und 59 Jahre alten Paar Recht, das die Dienste einer russischen Leihmutter in Anspruch genommen hatte. Die Regierung wurde angewiesen, dem Paar 20.000 Euro Schmerzensgeld zu zahlen.