Neuburg/Donau (dpa) - Ein Strafbefehl gegen einen bayerischen Notarzt hat Protest bei vielen Internetnutzern ausgelöst. Inzwischen mehr als 100 000 Menschen fordern in einer Online-Petition einen Freispruch für den Mediziner, der einen Strafbefehl wegen Gefährdung des Straßenverkehrs bekommen hatte. Der Notarzt war im vergangenen April unterwegs, um ein zweijähriges Mädchen vor dem Ersticken zu retten. Auf der Fahrt mit Blaulicht und Martinshorn hatte der Mediziner mehrere Autos überholt. Einer der Autofahrer zeigte ihn an, der Arzt bekam einen Strafbefehl über 4500 Euro wegen Verkehrsgefährdung.