Paris (AFP) Die französische Justiz hat eine umstrittene Entscheidung für eine millionenschwere Entschädigungszahlung an den Geschäftsmann Bernard Tapie gekippt, wegen der unter anderem Ermittlungen gegen IWF-Chefin Christine Lagarde laufen. Das Pariser Berufungsgericht annullierte am Dienstag nach Angaben aus Justizkreisen einen Schiedsspruch aus dem Jahr 2008, der Tapie nach dem Verkauf des Sportartikelherstellers Adidas 403 Millionen Euro an staatlicher Entschädigung zugesprochen hatte. Es bestehe der Verdacht, dass Tapie, ein Bekannter des damaligen Staatschefs Nicolas Sarkozy, eine Vorzugsbehandlung erhielt.