Düsseldorf (SID) - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erwägt drakonische Maßnahmen, um Krawallen von Auswärtsfans wie zuletzt beim rheinischen Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln (1:0) Herr zu werden. Das Verbot von Auswärtsfahrten sei kein Tabu.

"Wenn der Veranstalter sonst keine Möglichkeiten mehr hat, muss man solch drastische Sanktionen ergreifen. Ob Auswärtsfahrten verboten werden, muss die unabhängige Sportgerichtsbarkeit prüfen und entscheiden", sagte DFB-Sicherheitschef Hendrik Große-Lefert der Rheinischen Post (Mittwochausgabe). 

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) beurteilt die Situation anders. DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig hält nichts von einem Verbot von Auswärtsfahrten. "Das wollen wir nicht. Die Atmosphäre in den Stadien lebt von den Gesängen der unterschiedlichen Fangruppen", betonte er.