Mainz (SID) - Trainer Kasper Hjulmand vom kriselnden Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 soll nach Informationen mehrerer Medien bereits entlassen worden sein. Schon am Dienstag soll der bisherige U23-Coach Martin Schmidt als Nachfolger des 42-jährigen Dänen vorgestellt werden. FSV-Manager Christian Heidel war für ein Statement nicht zu erreichen.

Bereits am Montag hatte sich die vorzeitige Entlassung von Hjulmand angedeutet. In den letzten 13 Partien hatten die Rheinhessen lediglich einmal gewonnen und haben als Tabellen-14. nur noch einen Punkt Vorsprung auf den ersten direkten Abstiegsplatz. Insgesamt haben die Mainzer in der laufenden Bundesliga-Saison in 21 Spielen nur vier Dreier geholt.

Heidel hatte jüngst den Druck auf Hjulmand, der im Sommer 2014 Thomas Tuchel abgelöst hatte, erhöht und gesagt: "Mit der Qualität, die wir im Kader haben, darfst du nicht absteigen."

Der Coach selbst wusste bis Montagabend anscheinend von nichts. "Es war ein komischer Abend. Ich habe nichts gehört und kann nur berichten, dass ich das Team auf das Derby vorbereiten muss", zitiert die dänische Boulevardzeitung Ekstra Bladet aus einer E-Mail, die Hjulmand am Montagabend geschrieben haben soll.

Erste Kritik an Hjulmand (Vertrag bis 2017) war bereits aufgekommen, als der FSV gleich zu Beginn der Saison in der Europa League und im DFB-Pokal scheiterte. Allerdings war der selbsternannte Karnevalsverein mit acht Bundesligaspielen ohne Niederlage in die Spielzeit gestartet. "Ich versuche jeden Tag die beste Arbeit für den Verein zu machen. Ich denke jede Sekunde an Mainz 05. Wenn jemand sagt, es ist nicht gut genug, dann ist es so", hatte Hjulmand jüngst gesagt.

Am Samstag empfängt Mainz im Rhein-Main-Derby den Rivalen Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr/Sky), der derzeit sechs Punkte mehr auf dem Konto hat.