Barcelona (SID) - Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton (30) hat den ersten Testtag in Barcelona vorzeitig beenden müssen. Der gesundheitliche angeschlagene Brite stieg bereits am Vormittag aus dem Cockpit seines Silberpfeils. Bis dahin hatte er lediglich elf Runden im Mercedes gedreht. Hamilton klagte über hohes Fieber.

Weil auch Vizeweltmeister Nico Rosberg (Wiesbaden) unter einer Nervenentzündung im Nackenbereich litt, die am Donnerstag noch nicht vollständig auskuriert war, reagierte das Weltmeisterteam umgehend und beorderte Testfahrer Pascal Wehrlein (20/Worndorf) zurück, der eigentlich für Force India auf dem Circuit de Catalunya unterwegs war. Am Freitag scheint Rosberg allerdings zumindest teilweise einsatzbereit sein, laut Plan seines Teams testet der 29-Jährige dann wieder.

Der Mercedes F1 W06 Hybrid wurde für die Nachmittagssession entsprechend umgebaut. Wehrleins Force India übernahm der mexikanische Stammfahrer Sergio Pérez (25), der ebenso wie sein Teamkollege Nico Hülkenberg (27/Emmerich) nur für einen Testtag eingeplant war. Wehrlein war im Vorjahres-Force-India in 1:28,329 Minuten schneller als im aktuellen Mercedes (1:28,489). "Zwei Formel-1-Wagen an einem Tag zu fahren, war großartig", sagte Wehrlein.

Vorzeitig beendet war der Tag auch für McLaren. Probleme am Energierückgewinnungssystem an der neuen Antriebseinheit von Honda stoppten den englischen Ex-Weltmeister Jenson Button (35) nach nur 21 Runden. McLaren droht zudem auch der Ausfall am Freitag, weil die defekte Dichtung neu hergestellt werden muss. Eine Alternative wäre ein eingeschränktes Programm des zweimaligen Weltmeisters Fernando Alonso (33/Spanien).

Die schnellste Zeit des erstes Tages fuhr Pastor Maldonado (29/Venezuela) im Lotus in 1:25,011 Minuten vor dem 35 Jahre alten Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen (Finnland/1:25,167), der allerdings auf den langsameren Medium-Reifen unterwegs war. Sebastian Vettel (27/Heppenheim) greift erst am Samstag und Sonntag ins Geschehen ein. Die Schottin Susie Wolff (32) drehte im Williams 86 Runden, musste ihren Boliden aber nach einem Zusammenstoß mit Sauber-Pilot Felipe Nasr (22/Brasilien) zwischenzeitlich länger für die notwendigen Reparaturen abstellen.