Falun (SID) - Skilanglauf-Hoffnung Denise Herrmann (Oberwiesenthal) hat bei der nordischen Ski-WM im schwedischen Falun mit etwas Mühe das Viertelfinale im Klassik-Sprint erreicht. Die 26-Jährige lag nach 1,4 km auf einer anspruchsvollen Runde 7,55 Sekunden hinter der Qualifikations-Schnellsten Justyna Kowalczyk (Polen) und zog als 19. in die K.o.-Runde der besten 30 ab 15.15 Uhr ein.

Beste Deutsche war Sandra Ringwald (Schonach/+2,80) auf einem starken siebten Platz. Die in der WM-Vorbereitung durch eine Grippe geschwächte Hanna Kolb (Buchenberg) schied als 31. (+12,07) ebenso aus wie die frischgebackene Junioren-Weltmeisterin Victoria Carl (Zella-Mehlis) als 39. (+16,28).

Die norwegischen Titel-Favoritinnen gaben sich keine Blöße. Superstar Marit Björgen erreichte das Viertelfinale als Sechste, vor ihr lagen Olympiasiegerin Maiken Caspersen Falla, Kari Vikhagen Gjeitnes und Ingvild Flugstad Östberg auf den Plätzen zwei, drei und vier. Die formschwache Amerikanerin Kikkan Randall, in den vergangenen drei Jahren Gewinnerin des Sprint-Weltcups, schied hingegen als 36. aus.

Bei den Männern qualifizierte sich Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) als Elfter sicher für das Viertelfinale, das auch Tim Tscharnke (Biberau) als 22. erreichte. Thomas Bing (Dermbach/46.) verabschiedete sich vorzeitig. Qualifikations-Bester war Titelverteidiger Nikita Krijukow (Russland). 

Bei der WM 2013 sowie bei Olympia 2014 war Denise Herrmann als beste Deutsche jeweils im Halbfinale ausgeschieden. Die einzige deutsche WM-Medaille im Sprint seit der Premiere 2001 hatte Claudia Nystad 2003 mit Platz zwei in Val di Fiemme geholt.