Dortmund (SID) - Seine Mitspieler klopften ihm aufmunternd auf die Schulter, und Sportvorstand Horst Heldt nahm ihn ausdrücklich von der Kollektivschelte aus. Dennoch dürfte dem 19-Jährige aus seinem ersten Revierderby als Profi von Schalke 04 vor allem eine Szene in Erinnerung bleiben: sein missglücktes Dribbling gegen Dortmunds Marco Reus, der königsblaue Tiefpunkt beim 0:3 (0:0).

"An ihm die Niederlage festzumachen, wäre aberwitzig", meinte Heldt und verwies darauf, dass das Torwart-Greenhorn vor dem ersten Gegentreffer neun BVB-Torschüsse abgewehrt hatte: "Er hat vieles verhindert."

Allerdings wurde auch im Ruhrpott-Klassiker einmal mehr deutlich, dass die Schalker Nummer drei kein wirklicher Ersatz für die verletzten Ralf Fährmann und Fabian Giefer ist. Nachdem er schon in den vorangegangenen drei Spielen bei drei Kopfballgegentoren zögerlich und desorientiert gewirkt hatte, offenbarte Wellenreuther auch gegen den BVB permanente Unsicherheiten bei hohen Bällen. 

Schalke braucht den 19-Jährigen, der sonst in der Regionalliga West zwischen den Pfosten steht, auch in den nächsten Spielen. Denn Fährmann und Giefer fehlen wohl noch einige Wochen. Und der bundesligaerfahrene Christian Wetklo, der eigentlich eigens für diesen Fall aus der Arbeitslosigkeit geholt worden war, ist kein Thema.