Astana (SID) - Die deutschen Eisschnellläufer haben die Sprint-WM im kasachischen Astana ohne Medaillenerfolg beendet. Hoffnungsträger Nico Ihle wurde im zweiten 500-m-Lauf am Sonntag nach einem Fehlstart disqualifiziert und verspielte alle Chancen auf das Podest. Samuel Schwarz (Berlin) verpasste als Neunter ebenso wie Judith Hesse auf dem zehnten Rang eine Überraschung. 

Pechvogel im "Alau"-Sportpalast am Sonntag war Ihle, der sich als Drittplatzierter des ersten Wettkampftages berechtigte Hoffnungen auf das Podium gemacht hatte. Nach einem Fehlstart seines direkten Konkurrenten Laurent Dubreuil (Kanada) soll der Chemnitzer beim anschließenden Neustart die Startmarkierung übertreten haben. Der Olympia-Vierte musste die Konsequenzen tragen und das Eis ohne gewertete Zeit verlassen. Weder Ihles Diskussionen mit der in Berlin wohnhaften russischen Schiedsrichterin Jekaterina Pilschschikowa, noch ein Protest der deutschen Delegation verhinderten Ihles vorzeitiges Aus.

Bei Ihles Berliner Trainingspartner Samuel Schwarz verhinderte die bekannte Schwäche über die kürzere Distanz eine bessere Platzierung. Nach jeweils zwei Rennen über 500 m (35,47 Sekunden/35,62) und 1000 m (1:09,67 Minuten/1:09,87) kam der 31-Jährige auf 140,860 Punkte. Den Sieg sicherte sich der russische Überflieger Pawel Kulischnikow (138,325). 

Bei den Frauen schöpfte Judith Hesse ihr volles Potenzial nicht aus und beendete den Wettkampf auf dem zehnten Rang. Die 32-Jährige aus Erfurt kam über 500 m (38,24 Sekunden/38,36) und 1000 m (1:17,37 Minuten/1:17,48) auf 154,025 Punkte und verfehlte die erhoffte Top-6-Platzierung vor allem aufgrund der durchwachsenen Leistung auf der längeren Strecke klar. Der Titel ging an die Amerikanerin Brittany Bowe.