Garmisch-Partenkirchen (SID) - Felix Neureuther hat beim Heimweltcup in Garmisch-Partenkirchen sein achtes Podestergebnis in diesem Winter gefeiert. Der 30-Jährige belegte im Riesenslalom auf der anspruchsvollen "Kandahar" beim überlegenen siebten Saisonsieg des Österreichers Marcel Hirscher Rang zwei.

Für den WM-Vierten Neureuther, der gewaltige 3,28 Sekunden Rückstand auf den entfesselten Hirscher hatte, war es der erste Platz auf dem "Stockerl" im Riesenslalom seit einem Jahr. Größer war der Abstand zwischen Sieger und Zweitplatziertem im Riesenslalom nur zweimal in der Weltcup-Geschichte, jeweils im Frühjahr 1979: Im tschechischen Jasna, als Ingemar Stenmark (Schweden) mit 4,06 Sekunden Vorsprung auf Bojan Krizaj (Slowenien) gewann, und im französischen Courchevel beim Erfolg von Stenmark vor Peter Lüscher aus der Schweiz (+3,73). Für Fritz Dopfer, der vor dem Finale einen Rang vor Neureuther auf Platz vier gelegen hatte, reichte es nur zu Platz elf.

"Hier auf dem Podium zu stehen, zu Hause, das ist immer etwas ganz Spezielles, das macht richtig viel Spaß", sagte Neureuther im ZDF: "Marcel Hirscher, puh, mal tief durchatmen, da kann man sich nur verneigen, er war in einer ganz anderen Liga. Wir müssen dringend arbeiten, damit wir ein bisschen näher rankommen."

Dritter wurde der Österreicher Benjamin Raich (+3,44). Stefan Luitz aus Bolsterlang kam auf Platz 20. Alexander Schmid (Fischen) und Dominik Schwaiger (Königssee) hatten den zweiten Durchgang verpasst, der Münchner Linus Strasser musste wegen eines grippalen Infekts verzichten.