Neu Delhi (AFP) Ein indisches Gericht hat die Ausstrahlung einer Dokumentation über die tödliche Vergewaltigung einer Studentin verboten. Zur Begründung erklärten die Richter am Dienstagabend, der "anstößige" Film zeige ein "sehr strittiges Interview" mit einem zum Tode verurteilten Vergewaltiger und bedrohe die öffentliche Ordnung. Innenminister Rajnath Singh verteidigte am Mittwoch im Parlament ausdrücklich die Entscheidung: Die Worte eines der Vergewaltiger in dem Film seien "in hohem Maße herabwürdigend" und ein "Angriff auf die Würde der Frauen". Die britische Regisseurin des Films, Leslee Udwin, sprach dagegen von "willkürlicher Zensur".