Paderborn (SID) - Darf er spielen? Muss er zusehen? Riskiert der SC Paderborn mit einem Einsatz gar einen möglichen Punktabzug? Vor dem Bundesliga-Spiel gegen 1899 Hoffenheim (0:0) gab es reichlich Verwirrung um Angreifer Srdjan Lakic. Oder vielmehr: um eine Datenbank der Deutschen Fußball Liga (DFL), laut welcher der Kroate für die Partie gelbgesperrt war.

"Ich wusste nichts davon. Die haben mich gefragt, ob ich vier Gelbe Karten aus Kaiserslautern habe. Das war nicht der Fall. Daher war das schon ein wenig komisch", sagte Lakic bei Sky.

Sein Verein war ebenfalls sehr verwundert über die plötzliche Sperre des 31-Jährigen und ließ bei der DFL jede einzelne Verwarnung noch einmal explizit nachprüfen. "Wir haben bei der Medienabteilung angerufen, die haben dann alle 17 Spielberichte aus der Hinrunde durchgeschaut. Das hat ein bisschen gedauert, aber hat uns Gewissheit gegeben", sagte Manager Michael Born.

Herausgekommen beim Nachzählen sind im Übrigen nicht fünf oder vier, sondern gar nur drei Gelbe Karten für Lakic. Zwei sah er bis zur Winterpause im Trikot des Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern, eine weitere in der Vorwoche bei Eintracht Frankfurt (0:4).

Diese technische Störung führte allerdings dazu, dass die offiziellen Aufstellungen erst rund 20 Minuten vor Spielbeginn herausgegeben werden konnten. Kein Problem für Lakic, der die Angelegenheit nach dem Spiel mit Humor nahm: "Jeder macht Fehler."