Stuttgart (SID) - Ihm sei ein "riesiger Stein vom Herzen gefallen", sagte Daniel Ginczek nach dem 3:1 gegen Frankfurt mit dem Lächeln eines Siegers. Der 23 Jahre alte Stürmer bezog sich nicht nur auf den Befreiungsschlag seines VfB Stuttgart im Abstiegskampf, sondern natürlich auf seine beiden entscheidenden Tore.

Die Treffer in der 64. und 66. Minute sicherten dem krisengeplagten VfB nicht nur den ersten Heimsieg seit knapp einem halben Jahr, sondern markierten auch das Ende einer langen Leidenszeit von Ginczek. Sein letztes Bundesligator hatte er vor über einem Jahr noch im Trikot des 1. FC Nürnberg erzielt.

Als Ginczek nun gegen die Eintracht sein zweites Tor gelang, formte er mit seinen beiden Armen ein Herz. Dies habe zum einen seinem Vater gegolten, der am Samstag seinen 65. Geburtstag feierte, vor allem aber seiner Frau und seiner Tochter. "Die haben mich in meiner schweren Zeit immer unterstützt"", sagte er.

Am 8. Februar 2014 hatte Ginczek einen Kreuzbandriss erlitten und erst Ende des vergangenen Jahres wieder halbwegs den Anschluss geschafft. Seit vier Spielen steht der bullige Angreifer in der Startelf der Stuttgarter.

Am Samstag habe man "Daniels Entschlossenheit gesehen", lobte Sportvorstand Robin Dutt den Angreifer, der nach seiner Auswechslung in der 89. Minute von den Fans gefeiert und von Huub Stevens herzlich in den Arm genommen wurde. "Er hat uns und sich selbst nach diesem Leidensweg glücklich gemacht", betonte der VfB-Trainer: "Das gibt ein wenig Vertrauen."