Osnabrück (AFP) Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warnt vor der Koalitionsrunde am Sonntag vor einer Verwässerung des Mindestlohngesetzes und fordert zugleich weitere Reformen. DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Freitag, es müsse bei der Dokumentationspflicht bis zu einer Grenze von 2958 Euro Lohn im Monat bleiben. Er begründete dies mit dem gültigen Arbeitszeitgesetz. Danach könne ein Arbeitnehmer im Ausnahmefall 29 Tage im Monat arbeiten und das jeweils zwölf Stunden. "Multipliziert mit dem Mindestlohnbetrag 8,50 Euro ergibt sich so die Summe von 2958 Euro." Aus diesem Grund sei die Grenze bei der Dokumentationspflicht so gezogen worden, und deshalb dürfe es keine Veränderungen geben.