Odessa (AFP) In der südukrainischen Hafenstadt Odessa ist am Samstag der 48 Menschen gedacht worden, die am 2. Mai 2014 als Folge des Konflikts zwischen Anhängern und Gegnern der Regierung in Kiew getötet wurden. 42 Todesopfer waren prorusssische Aktivisten. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen fanden in der mehrheitlich russischsprachigen Stadt zwei getrennte Gedenkveranstaltungen statt. Auf dem Kulikowe-Pole-Platz gedachten die Gegner der ukrainischen Regierung der 42 Menschen, die versucht hatten, sich zusammen mit etwa 350 anderen vor rechten Angreifern in das dortige Gewerkschaftshaus zu flüchten. Die meisten starben an Erstickungen oder Verbrennungen, nachdem das Gebäude - offenbar von Kiew-Anhängern - mit Brandbomben beworfen wurden. Einige fanden den Tod, als sie aus den Fenstern sprangen, um den Flammen zu entkommen.