Dortmund (SID) - Pokalfinalist Borussia Dortmund hält auch in der Bundesliga seinen Kurs in Richtung Europa und darf auf ein versöhnliches Ende der Saison hoffen. Die Westfalen gewannen ihr Heimspiel gegen Angstgegner Hertha BSC verdient mit 2:0 (1:0) und rückten auf den siebten Platz vor, der für sie zur Qualifikationsrunde für die Europa League berechtigt. Die seit fünf Begegnungen sieglosen Berliner wandeln hingegen zwei Spieltage vor dem Saisonende weiter am Rande der Abstiegszone. 

Neven Subotic (9.) brachte den BVB, der die letzten beiden Heimspiele gegen die Hertha verloren hatte, vor 80.667 Zuschauern in der abermals ausverkauften Arena in Führung. Weltmeister Erik Durm (47.) sorgte nach der Pause für die Vorentscheidung.

Erneut musste Trainer Jürgen Klopp auf den angeschlagenen Marco Reus sowie Torhüter Roman Weidenfeller verzichten. Für den Weltmeister stand abermals der Australier Mitchell Langerak zwischen den Pfosten. Bei den Berlinern fehlte unter anderem der verletzte Ex-Dortmunder Julian Schieber (Knie-OP), Torschütze beim 0:1 des BVB im Hinspiel.

Schnell wurde klar, wie die Berliner die nötigen Punkte entführen wollten. Es entwickelte sich das von Klopp prophezeite Geduldsspiel gegen eine massive Hertha-Abwehr. Dortmund versuchte mit schnellen Kombinationen die Lücke zu finden, benötigte jedoch einen Eckball von Henrich Mchitarjan und einen Kopfball des freistehenden Subotic zur 1:0-Führung. Wenig später verfehlte Mchitarjan das Gehäuse nur um Zentimeter.

Das Tor spielte den Borussen in die Karten, zumal die Gäste ihre Defensive lockerten und sich Räume für das schnelle Umschaltspiel der Schwarz-Gelben boten. Allerdings fehlte es dabei an der nötigen Durchschlagskraft. Auf der anderen Seite blieb Torhüter Langerak in den ersten 45 Minuten nahezu beschäftigungslos. Bis zum Halbzeitpfiff wurde ein allerdings harmloser Torschuss-Versuch der Berliner registriert.

Wesentlich entschlossener präsentierte sich die Borussia nach dem Wiederanpfiff, als Durm mit einem präzisen Flachschuss aus 14 Metern zum 2:0 traf. Damit schien das Eis gebrochen, weitere Tore der Gastgeber lagen in der Luft. Unter anderem Pierre-Emerick Aubameyang hatte bei einem Konter das 3:0 auf dem Fuß, als sich die Hertha um den Anschlusstreffer bemühte.

Neben dem Torschützen Subotic überzeugte beim BVB besonders Mchitarjan. Bei den enttäuschenden Berlinern vermochten mit Abstrichen allenfalls Peter Pekarik und Fabian Lustenberger zu gefallen.