Frankfurt/Main (SID) - Fußball-Bundesligist 1899 Hoffenheim hat den Traum vom Europapokal fast schon ausgeträumt. Bei Eintracht Frankfurt unterlag das harmlose Team von Trainer Markus Gisdol völlig verdient 1:3 (0:3) und rutschte in der Tabelle nach unten ab.

Bastian Oczipka (18.), Haris Seferovic (27.) und Timothy Chandler (34.) trafen bereits in der ersten Halbzeit für die Eintracht, die mit dem ersten Sieg seit sechs Spielen auch die letzten Zweifel am Klassenerhalt ausräumte. Im eigenen Stadion sind die Hessen nun seit zehn Partien ungeschlagen. Nationalspieler Kevin Volland erzielte nach der Pause nur noch das 1:3 (51.).

Vor 50.600 Zuschauern waren aber zunächst die Gäste das etwas bessere Team und starteten mit mehr Zug zum Tor. Dort fehlte aber der entscheidende Pass, um Eintracht-Torwart Kevin Trapp wirklich in Bedrängnis zu bringen. Dafür ergaben sich auf der Gegenseite Gelegenheiten: Erst schoss Seferovic neben das Tor (12.), ehe Oczipka per Freistoß sehenswert ins Torwarteck von Oliver Baumann traf. Es war der erste Eintracht-Treffer seit vier Spielen und der Verletzung von Alexander Meier.

Neben dem Torjäger fehlten Frankfurts Trainer Thomas Schaaf seit der vergangenen Woche auch die schwer verletzten Bamba Anderson (Knorpel- und Meniskusschaden) und Sonny Kittel (Kreuzbandriss). Der zuletzt stärker in die Kritik geratene Coach (Vertrag bis 2016) hatte seine Startformation auf drei Positionen verändert - und seine Elf wurde immer besser.

Unter der Woche hatte Gisdol, der am Main auf Stürmer Sven Schipplock (Muskelverhärtung) verzichten musste, noch seine bisherige Zurückhaltung aufgegeben und erstmals offensiv von der Europapokal-Quali gesprochen. "Europa ist nicht unser Anspruch, aber unser Traum", sagte der Coach. Noch hat der Kraichgau keine europäischen Nächte erlebt. Daran dürfte sich auch wenig ändern.

Nach dem Treffer von Seferovic, der sich kurz hinter der Mittellinie viel zu einfach durchsetzen konnte, zeigten die Gäste keine Reaktion und wurden durch Chandler nach einem Eckball knallhart bestraft.

In der Halbzeitpause reagierte Gisdol und wechselte dreimal. Volland sorgte mit seinem perfekten Freistoß aus gut 25 Metern für ein wenig Hoffnung unter den mitgereisten Fans aus Hoffenheim. Im Anschluss hielten die Gastgeber aber wieder besser dagegen und standen gegen die neu formierten Kraichgauer meist sicher.

Beste Frankfurter waren Seferovic und Oczipka, bei den Gästen erreichte kein Akteur seine Normalform.