Barcelona (SID) - Was passiert mit Trainer Pep Guardiola?

Geht er? Und wenn ja, wann? Bleibt er? Und wenn ja, wie lange? Der katarische Sport-Sender beIN Sports behauptet, Guardiola sei in Verhandlungen mit Manchester City über ein Engagement ab der kommenden Saison. Guardiola selbst sagte am Montag ein bisschen genervt: "Oh Jungs, ich habe das schon 200 Millionen mal gesagt: Ich habe ein Jahr mehr Vertrag hier. Nächste Saison werde ich hier bleiben. Das ist alles."

Nochmal: Was passiert mit Trainer Pep Guardiola?

Für Guardiola war das 0:3 im Hinspiel im Stadion seiner größten Erfolge ein schwerer Schlag. Viel vorzuwerfen war ihm nicht, auch wenn Franz Beckenbauer die Auswechslung von Thomas Müller (wie zuvor schon im DFB-Pokalhalbfinale gegen Dortmund) zurecht als "nicht zu verstehen" kritisierte. Zu behaupten, Guardiola sei in München gescheitert, wäre eine Übertreibung. Allerdings werden in München Stimmen lauter, die an seinen Abschied 2016 glauben. Spätestens dann stünde die gründliche Renovierung der aktuellen Mannschaft an. Ob Guardiola sie leiten wird?

Wo lagen in Barcelona die Schwachpunkte der Bayern?

Guardiola sagte, das Mittelfeld habe "die ganze Last" getragen. Was er nicht sagte: Bastian Schweinsteiger und Co. sind unter dieser Last zusammengebrochen. Kein Jahr nach seinen Heldentaten von Rio scheint der Weltmeister über den Zenit. Auch Xabi Alonso zeigte in Barcelona erneut, dass er die Zukunft hinter sich hat. Dazu kamen in Philipp Lahm und Thiago zwei Spieler, die nach Verletzungen noch die alte Form suchen. Arjen Robben hin, Franck Ribéry her - der FC Bayern muss sich in der Mittelfeldzentrale verstärken. Er sollte an den Dortmunder Ilkay Gündogan denken.

Was wird diesmal aus Mario Götze?

Der WM-Held erlebte in Barcelona erneut ein wichtiges Spiel nur als Joker. Elf Minuten gönnte ihm Guardiola vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw. Dass dieser Götze beim WM-Finale mit den Worten aufs Feld schickte, er solle der Welt zeigen, dass er besser ist als Messi, wirkt heute wie ein schlechter Witz. Am Samstag gegen Augsburg wirkte Götze entschlossen, sich der Kritik der jüngsten Zeit entgegenzustellen - er spielte gut. Aber Augsburg ist nicht Barcelona. Und Götze kein Messi.

Was macht dennoch Hoffnung auf ein "Wunder von München"?

(Fast) nichts. Ribéry und Robben werden erneut fehlen. Javi Martínez ist nach monatelanger Pause noch nicht in der Lage, dem Mittelfeld die dringend benötigte Stabilität zu geben. Guardiola hat keine Alternativen. Darüber hinaus wirken die Bayern auch mental angeschlagen.

Und was sagt die Statistik?

Der FC Bayern sollte sie lieber nicht anschauen. Überhaupt nur ein einziges Mal machte eine Mannschaft in der Champions League einen Drei-Tore-Rückstand in der K.o.-Runde im Rückspiel noch wett. Der FC Bayern verlor in seiner Europapokalgeschichte sieben Mal ein Hinspiel mit drei oder mehr Toren Unterschied. Aufholen konnte er den Rückstand nie. Und Barcelona ist nicht der FC Porto.