Monte Carlo (SID) - Der Große Preis von Monaco ist das prestigeträchtigste Rennen in der Formel 1 und seit 1955 fester Bestandteil der WM. Wissenswertes über den Stadtkurs im Fürstentum zusammengestellt.

REKORDSIEGER: Ayrton Senna ist der ungekrönte König des Stadtrennens in Monaco. Der 1994 tödlich verunglückte Brasilianer gewann den WM-Lauf insgesamt sechs Mal, von 1989 bis 1993 allein fünf Mal in Folge. Ähnlich erfolgreich wie der dreimalige Weltmeister war Rekordchampion Michael Schumacher, der fünf Mal im Fürstentum vorne lag. Auch dem Briten Graham Hill gelangen in den 1960er-Jahren insgesamt fünf Monaco-Siege.

SCHNELLSTER: Keiner hat das aktuell 3,340 km lange Straßengewirr bislang so schnell hinter sich gebracht wie Kimi Räikkönen. Der Finne absolvierte den Kurs im Qualifying von 2006 für McLaren in 1:13,532 Minuten - die schnellste Rennrunde gehört allerdings Michael Schumacher. Im Ferrari wurde der Kerpener 2004 in 1:14,439 Minuten gestoppt.

PREMIERENSIEGER: Der erste Sieger in Monaco war 1929 ein gewisser William Charles Frederick Grover-Williams, der britisch-französische Rennfahrer saß damals in einem Bugatti. 1950 war das Rennen übrigens erstmals Bestandteil der neu eingeführten Formel-1-WM, ab 1955 dröhnten die Boliden dann in jedem Jahr durch die Häuserschluchten.

AUFHOLJÄGER: Den weitesten Weg zum Sieg legte ein unauffälliger Franzose zurück. Olivier Panis fuhr 1996 vom 14. Startplatz zum Triumph, lediglich drei Fahrer erreichten nach einem chaotischen Rennen das Ziel. Es sollte der einzige Sieg in der Karriere des damaligen Ligier-Piloten Panis bleiben.

POLE POSITION: Der erste Startplatz ist in Monaco nicht immer so wichtig gewesen wie in den vergangenen Jahren. Seit 2004 kam es zwar nur einmal vor, dass der Polesetter nicht auch der Rennsieger war - in den zehn Jahren zuvor stand jedoch nur zweimal der Beste des Qualifyings auch am Rennsonntag ganz vorne.

KURZSTRECKE: In Monaco drehen die Piloten zwar die meisten Runden des Jahres (78), die dabei zurückgelegte Strecke ist aber deutlich kürzer als auf allen anderen Kursen. Mit 260,520 km liegt die Renndistanz im Fürstentum etwa 45 km unterhalb des üblichen Wertes.

GASFUSS: Der Gasfuß ist in den Straßenschluchten nicht ganz so wichtig wie anderswo. Nur knapp 30 Sekunden können die Piloten pro Runde durchdrücken, dann warten schon wieder Leitplanken, Hauswände oder das Hafenbecken.

TRINKPAUSE: Der Grand Prix in Monaco weckt stets Erinnerungen an eine andere Zeit des Rennsports, und die Strecke liefert auch entsprechende Bilder. Ein Schwarzweiß-Foto aus dem Jahr 1962 zeigt den Neuseeländer Bruce McLaren, wie er sich während der Fahrt eine Flasche Cola gönnt - wenige Kilometer später gewann der Gründer des gleichnamigen Teams dieses Rennen.