Berlin (AFP) Angesichts der niedrigen Arbeitslosen- und der hohen Flüchtlingszahlen fordert der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) ein Überdenken des Prinzips, dass zuerst Deutsche und EU-Bürger Anrecht auf einen Arbeitsplatz haben. Deutschland sollte "dieses Bürokratie-Spielen nicht übertreiben", sagte Albig am Sonntag im "Bericht aus Berlin" der ARD. In vielen Betrieben herrsche dringender Bedarf an Fachkräften, der durch die Flüchtlinge gedeckt werden könnte, sagte der SPD-Politiker weiter. Da sei es "anachronistisch", an alten Systemen festzuhalten, "die aus einer anderen Zeit kommen".