Budapest (AFP) Ungarn hat ein wichtiges EU-Abkommen zur Aufnahme von Flüchtlingen einseitig ausgesetzt. Die Rücknahme von Flüchtlingen auf der Grundlage der sogenannten Dublin-III-Verordnung wurde am Dienstag außer Kraft gesetzt, wie die Regierung in Budapest mitteilte. "Das Boot ist voll", sagte Regierungssprecher Zoltan Kovacs der österreichischen Zeitung "Die Presse" und dem ungarischen Internetportal "Index". Die Regierung müsse "ungarische Interessen und die Bevölkerung schützen", sagte er zur Begründung.