München (SID) - Fußball-Meister Bayern München steht angeblich unmittelbar vor dem ersten Top-Transfer zur neuen Saison. Nach Informationen des Fernsehsenders Sport1 haben die Münchner mit dem brasilianischen Nationalspieler Douglas Costa vom ukrainischen Spitzenklub Schachtjor Donezk mündliche Einigung über einen Transfer an die Isar erzielt. Der 24-Jährige, der in Donezk noch einen Vertrag bis 2018 besitzt, soll demnach 35 Millionen Euro kosten und einen Vierjahresvertrag erhalten.

Costa, der den noch länger ausfallenden Franck Ribéry ersetzen könnte, wäre der viertteuerste Transfer der Bundesliga-Geschichte. Nur Roberto Firmino (1899 Hoffenheim zum FC Liverpool/41 Millionen Euro Ablöse), Javi Martínez (Athletic Bilbao zum FC Bayern/40) und Mario Götze (Borussia Dortmund zum FC Bayern/37) stünden in der Rangliste vor ihm. Der FC Bayern wollte sich zu der Meldung am Donnerstag nicht äußern.

Costa spielt vornehmlich auf der Position des Rechtsaußen, kann aber auch links sowie in der Defensive eingesetzt werden. In der vergangenen Saison hat der sechsmalige Nationalspieler 33 Pflichtspiele (fünf Tore, sieben Vorlagen) für Donezk bestritten. Auch beim Achtelfinal-Duell mit den Bayern (0:0/0:7) stand er auf dem Platz.

Derzeit spielt Costa mit Brasilien bei der Copa América in Chile. Dort ist auch der Argentinier Ángel Di María (Manchester United) aktiv, der bisher als Wunschkandidat des FC Bayern galt. Mit der Verpflichtung des Brasilianers wäre Di María aber wohl aus dem Rennen.