Istanbul (AFP) Nach dem Scheitern der Koalitionsverhandlungen in der Türkei steht das Land vor Neuwahlen und der ersten Beteiligung einer Kurdenpartei an einer Regierung. Wie mehrere türkische Medien am Mittwoch berichteten, wird Präsident Recep Tayyip Erdogan möglicherweise schon bald vorgezogene Neuwahlen ausrufen. Laut Verfassung muss in diesem Fall bis zur Neuwahl eine Allparteien-Regierung aus allen im Parlament vertretenen Parteien gebildet werden. Damit würde die kurdische HDP als erste Kurdenpartei überhaupt mehrere Minister in einer türkischen Regierung stellen.