Mainz (SID) - Als Yoshinori Muto in der 87. Spielminute ausgewechselt wurde, verbeugte sich Mainz-05-Coach Martin Schmidt stilecht asiatisch. Der japanische Stürmer hatte die Rheinhessen zuvor mit einem Doppelpack zum 3:0 (2:0)-Sieg gegen Hannover 96 geführt - und seinen nach England abgewanderten Vorgänger Shinji Okazaki quasi vergessen gemacht.

Der 23 Jahre alte Neuzugang war aber nicht nur wegen seiner beiden Tore (15./29.) der überragende Mann auf dem Feld. Der quirlige Angreifer glänzte mit einem Trio aus Tempo, Technik und Torgefahr. "Ich denke, ich habe heute meine Stärken gezeigt", sagte Muto selbst: "Schnelligkeit und Beweglichkeit. Das hat einigermaßen gut geklappt."

Seine Mitspieler mögen ihren neuen Torjäger besonders auch für seine bescheidene Art. "Unsere Philosophie und Yoshis Bodenständigkeit, das passt einfach", meinte etwa Verteidiger Niko Bungert, dem zudem imponierte, wie sich Muto nach den torlosen Auftritten gegen Mönchengladbach und Ingolstadt selbst freispielte: "Er ist eine Frohnatur und hat sich davon nicht runterziehen lassen."