Peking (SID) - Die größte Niederlage hatte die WM in Peking für Justin Gatlin bis ganz zum Schluss aufgehoben. 4x100-m-Staffel, letzter Wechsel, die USA lagen in Führung und standen kurz davor, Jamaika und Usain Bolt die erste Niederlage seit acht Jahren zuzufügen. Und dann: Ein völlig verkorkster Wechsel von Tyson Gay auf Mike Rodgers - Disqualifikation, aus der Traum vom Gold.

Diese Erfahrung hatte der umstrittene zweimalige Dopingsünder Gatlin auch schon über 100 m und 200 m gemacht. Jeweils auf Platz zwei rannte der US-Sprinter, in diesem Jahr zuvor der schnellste Läufer über beide Strecken, ins Ziel. Jeweils geschlagen von Bolt.

Dazu gab er auch abseits der Bahn nur selten eine einigermaßen gute Figur ab. Eine skurrile Pressekonferenz, ein Boykott britischer Medien - Gatlin machte gar nicht erst den Versuch, sein ramponiertes Image aufzupolieren.