Peking (SID) - Die Geschichte klingt eigentlich zu schön, um wahr zu sein. Ein Kenianer holt WM-Gold im Speerwerfen, die nötige Technik selbst beigebracht über You-Tube-Videos aus dem Internet. Julius Yego schaffte dies in Peking - mit einer sensationellen Weite von 92,72 m rückte er sogar auf Platz drei der ewigen Bestenliste vor.

Dabei war der 26-Jährige keineswegs als Außenseiter nach Peking gereist. Schon zuvor führte er die Jahres-Weltbestenliste an, in dieser Saison steigerte er seine Bestleistung um fast sechs Meter. Allerdings nicht nur durch You-Tube-Videos, sondern auch mit seinem finnischen Trainer.

"Er kann den Speer ungemein beschleunigen", sagte Bundestrainer Boris Obergföll über Yego: "Er kann nahezu die komplette Anlaufgeschwindigkeit in den Wurf bringen." Das Dopingproblem in Kenia verurteilte Yego, der selber nicht unter konkretem Verdacht steht: "Das ist eine Schande, das ist nicht gut. Mehr kann ich dazu nicht sagen."