Peking (SID) - "Doping, Doping, Doping". Superstar Usain Bolt brachte es sichtlich genervt auf den Punkt. Noch nie wurden Leichtathletik-Weltmeisterschaften misstrauischer beäugt als die in Peking. Und das lag nicht an den überführten Sündern während der WM, sondern vor allem an den wenige Tage zuvor ans Licht gekommenen Enthüllungen der ARD und der Sunday Times.

Zumindest das seit Monaten unter großem Verdacht stehende Russland schüttelte die Vorwürfe nicht so locker ab wie die ebenfalls stark beschuldigten Kenianer. Selbst Sportminister Witali Mutko sah sich genötigt, den schwachen Auftritt seines Landes zu kommentieren. "Ich möchte die Fans und Fachleute bitten, ruhig zu bleiben und von negativen Kommentaren über unser Team abzusehen", sagte er an die murrenden Stimmen in der Heimat gerichtet.