Berlin (AFP) Unternehmen in Deutschland nutzen laut IG Metall immer öfter Werkverträge, und immer öfter setzen die Firmen Auslagerung von Arbeit und Arbeitsplätzen zum Lohndumping ein. Laut einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage unter 4000 Betriebsratsvorsitzenden kaufen mehr als zwei Drittel aller Unternehmen Leistungen von anderen Firmen ein. In fast drei Viertel aller Fälle müssen die Beschäftigten der Werkvertragsfirmen demnach zu schlechteren Bedingungen arbeiten als fest angestellte Kollegen. Die IG Metall forderte die Regierung auf, einen Missbrauch von Werkverträgen mit gesetzlichen Regelungen zu unterbinden. Dazu brauche es mehr Mitwirkungsrechte der Betriebsräte, erklärte der zweite Vorsitzende Jörg Hofmann in Berlin.