Guatemala-Stadt (dpa) - Im Korruptionsverfahren gegen den zurückgetretenen guatemaltekischen Präsidenten Otto Pérez belasten mehrere Telefonmitschnitte den früheren Staatschef schwer.

Am zweiten Tag der Anhörung im Justizzentrum in Guatemala-Stadt wurden eine Reihe von Aufnahmen abgespielt. Die inhaftierte Ex-Vizepräsidentin Roxana Baldetti erwähnt darin Pérez als "Präsident der Firma", "Nummer 1" und "Besitzer der Finca".

Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft beweisen die Mitschnitte eine direkte Verbindung des Ex-Generals zum Korruptionsnetzwerk "La Línea", das im Zollwesen des mittelamerikanischen Landes Millionenbeträge unterschlagen hatte. Pérez hatte die Nacht in Untersuchungshaft verbracht. Den Aufnahmen hörte er mit ernster Miene zu. Er kündigte an, er wolle die Anschuldigungen widerlegen.