Gaborone (SID) - Zehn Fußball-Nationalspieler aus dem ostafrikanischen Eritrea haben politisches Asyl in Botswana beantragt. Die Akteure verweigerten einen Tag nach dem WM-Qualifikationsspiel in Francistown die Heimreise. Das bestätigte eine Nichtregierungsorganisation aus Eritrea der Nachrichtenagentur AFP.

"Etwa zehn Spieler sind am Mittwoch nicht in das Flugzeug gestiegen, weil sie politisches Asyl beantragen wollen. Sie werden nun von den Behörden angehört", sagte Rechtsanwalt Dick Bayford, der die Eritreische Bewegung für Demokratie und Menschenrechte vertritt. Allein im vergangenen Jahr waren 360.000 Menschen aus dem abgeschotteten Land geflohen.

Eritrea, Nummer 202 der FIFA-Weltrangliste, hatte am Dienstag in Botswana 1:3 (1:2) verloren und war damit nach dem 0:2 im Hinspiel aus der WM-Qualifikation ausgeschieden.