Gelsenkirchen (SID) - Beim VfB Stuttgart bemängelten sie in den letzten Tagen den mangelnden Biss von Vedad Ibisevic. Nach seinem erfolgreichen Start bei Hertha BSC war der Bosnier dafür offenbar übermotiviert. Mit großem Anlauf war er dem Schalker Max Meyer in die Beine gesprungen und hatte dafür zurecht die Rote Karte gesehen. Die Berliner mussten fast 75 Minuten in Überzahl spielen und bezahlten den Kraftaufwand mit dem entscheidenden 1:2 in der Nachspielzeit.

Meinungen, der bereits siebte Platzverweis in Ibisevic' Karriere sei überzogen, weil das Einsteigen von der Seite und nicht von hinten erfolgt sei, ließ Hertha-Coach Pal Dardai dann auch nicht gelten. "Die Rote Karte kann man so geben", gab der Ungar unumwunden zu. Ibisevic sei augenscheinlich übermotiviert gewesen. Ob er eine Geldstrafe erhalte, sei noch offen.

Mehr als anderthalb Jahre hatte Ibisevic beim VfB auf ein Bundesligator gewartet, in Berlin schien er mit vier Treffern in den vergangenen drei Spielen seinen Torriecher und sein Glück wiedergefunden zu haben. Gemeinsam mit Salomon Kalou bildete er Herthas Traumsturm, der die Berliner auf Tabellenplatz vier führte. Dies hat sich nun erst einmal erledigt, der Bosnier wird einige Wochen gesperrt werden und fängt danach wieder neu an. Zum zweiten Mal bereits in dieser Saison.