Wolfsburg (SID) - Bas Dost hatte da so eine Vorahnung. "Ich habe Max vor dem Spiel gesagt, dass er heute endlich sein Tor macht", sagte der Niederländer über ein Gespräch mit seinem Wolfsburger Sturm-Partner Max Kruse: "Und dann schießt er sofort drei. Das war eine super Leistung."

Mit seinem Dreierpack (1./62./83.) hatte der 27-jährige Kruse am Samstag nicht nur enormen Anteil am verdienten 4:2 (2:1)-Sieg des VfL Wolfsburg gegen 1899 Hoffenheim, sondern er befreite sich auch selbst von einer großen Last. Erstmals traf er in der Bundesliga für die Wölfe, wobei sich der Nationalspieler darüber selbst die wenigsten Gedanken machte. "Die Leistungen in den letzten Wochen waren nicht schlecht. Heute hat aber einfach alles funktioniert", sagte Kruse.

Für zwölf Millionen Euro war er im Sommer von Borussia Mönchengladbach zu den Niedersachsen gewechselt und scheint nun endgültig beim DFB-Pokalsieger angekommen zu sein. Trotzdem warnte er von übertriebener Euphorie: "Wir haben jetzt nur ein Spiel gewonnen und spielen am Mittwoch gegen PSV, da sieht das schon wieder ganz anders aus", sagte Kruse mit Blick auf das nächste Champions-League-Match gegen Eindhoven.

Unterdessen hatte Bas Dost nach seinem eigenen Treffer (7.) am Samstag zwischenzeitlich noch eine andere Vorahnung. "Ich habe gedacht: Heute wird mein Tag." Doch zumindest das stellte sich als Fehleinschätzung heraus: "Es war Max' Tag ? und das ist auch völlig in Ordnung so. Er hat sich das verdient."