Augsburg (SID) - Bei Hertha BSC abserviert, beim Aufsteiger SV Darmstadt 98 hoch im Kurs: Sandro Wagner (27) und Peter Niemeyer (31) haben einen Sommer zwischen Auslaufmodell und Hoffnungsträger hinter sich, und die neue Chance bei den Lilien genutzt. Mit ihren Toren beim 2:0 (2:0) gegen den FC Augsburg verhalfen sie den Südhessen zu einer neuerlichen Überraschung.

"Im Fußball bist du an einem Tag der Depp und am anderen Tag vielleicht der Held", sagte Wagner nach seinem dritten Saisontreffer, und selten passte dieser Satz so gut wie in seinem und in Niemeyers Fall.

Im Sommer durften beide schon nicht mehr mit ins Hertha-Trainingslager, ein deutlicheres Zeichen kann es kaum geben. In Darmstadt empfing Trainer Dirk Schuster dagegen Niemeyer als "absoluten Wunschspieler" und Wagner war "genau der Typ Angreifer, den wir gesucht haben."

Aber Wagner und Niemeyer sind auch nur Teil eines stimmigen Gefüges, mit dem Darmstadt derzeit gerade auswärts verblüfft. "Jeder hat seine Aufgabe, keiner macht es komplizierter als es ist. Vielleicht ist das die Lösung. Wir versuchen ehrlichen Fußball zu spielen, das klappt gut", verdeutlichte Wagner.

Vier Spiele in der Fremde und dabei zwei Siege sowie zwei Remis sind fraglos beeindruckend, aber eben auch nur eine Momentaufnahme. "Wenn das jetzt aufhört, ist alles für die Katz'", betonte Wagner, der in der 7. Minute ebenso wie später Niemeyer (29.) nach einem Eckball traf. Inzwischen fünf Standardtore der Lilien sind Ligabestwert.