Doha (SID) - Die Teenager Leon Schäfer (18) und Philipp Waßenberg (17) haben bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften der Behindertensportler in Katar eine Medaille im Weitsprung knapp verpasst. In Abwesenheit der verletzten deutschen Nummer eins Heinrich Popow belegten die Talente von Bayer Leverkusen bei ihrem WM-Debüt die Plätze vier und fünf.

Dem gebürtigen Hannoveraner Leon Schäfer fehlten mit 5,47 m nur neun Zentimeter zu Bronze, der Bonner Waßenberg landete sechs Zentimeter dahinter. Gold holte der Japaner Atsushi Yamamoto, der mit 6,29 m im letzten Versuch den WM-Rekord von Popows Goldsprung 2011 in Christchurch/Neuseeland (6,23) überbot. Den Weltrekord hält seit seinem Paralympics-Sieg 2008 in Peking (6,50) der inzwischen zurückgetretene Wojtek Czyz (Kaiserslautern).

"Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden", sagte Schäfer: "Ich habe mich gefreut, mit den Großen zu springen. Das war sehr cool. Medaillen haben deshalb heute keine Rolle gespielt." Auch Waßenberg war größtenteils zufrieden. "Ich bin in diesem Jahr schon weiter gesprungen, aber es war meine erste WM, ich war ganz schön aufgeregt, von daher ist der fünfte Platz super, megageil."

Silber gewann am Montag der Däne Daniel Jörgensen (6,02) vor Regas Woods aus den USA (5,56).