Warschau (dpa) – Nach dem klaren Sieg der Konservativen bei der Parlamentswahl in Polen steht das Land vor einem Rechtsruck. Die bisherige Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) kann nach Hochrechnungen allein ohne Koalitionspartner regieren - ein Novum in Polen seit dem Ende des Kommunismus. Im Wahlkampf hatten sich PiS-Politiker klar gegen die Aufnahme muslimischer Flüchtlinge ausgesprochen. Zwischen 2005 und 2007 hatten Regierungspolitiker der Partei zudem für viele Irritationen im deutsch-polnischen Verhältnis gesorgt.