Berlin (dpa) - Die SPD setzt sich in der Asylpolitik von den Wünschen ihres Koalitionspartners CDU/CSU deutlich ab. Sie schlägt die Einrichtung dezentraler Registrierungs- und Einreisezentren für Flüchtlinge vor. Die in der Union bevorzugten zentralen Transitzonen für Asylbewerber an den Grenzen seien als "riesige Haftzonen weder organisatorisch durchführbar noch rechtlich darstellbar". Das sagte Parteichef Sigmar Gabriel mit Blick auf den Koalitionsgipfel zur Flüchtlingskrise am Sonntag. Flüchtlinge, die sich dem Registrierungsverfahren verweigern, würden weniger Leistungen bekommen und erhebliche Nachteile im Asylverfahren erleiden.