Inzell (SID) - Favoritensiege für das Top-Trio: Sprinter Nico Ihle sowie die Langstrecken-Spezialisten Claudia Pechstein und Patrick Beckert haben bei den deutschen Eisschnelllauf-Meisterschaften in Inzell ihre nationale Vormachtstellung eindrucksvoll untermauert und sich mühelos die Titel gesichert.

Ihle, Olympiavierter aus Chemnitz, siegte zum Auftakt über 1000 m in 1:09,79 Minuten vor den Lokalmatadoren Joel Dufter (1:10,42) und Huber Hirschbichler (1:10,60). Damit knackte das Trio auch die Weltcup-Norm der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG), ein Start in der neuen Weltcup-Disziplin Teamsprint ist damit möglich. "Jetzt bin ich zum Glück nicht der einzige, der nach Übersee fährt", sagte Ihle mit Blick auf den Weltcup-Start in zwei Wochen in Calgary/Kanada. 

Sein nominell stärkster Gegner, Titelverteidiger Samuel Schwarz (Berlin), laboriert an einer Hüftverletzung und wird wohl den gesamten Winter ausfallen. Bei den Frauen gewann Gabriele Hirschbichler (Inzell) in 1:16,54 Minuten deutlich vor Denise Roth (Mylau/1:20,66) und Sophie Reinländer (Erfurt/1:22,02).

Die fünfmalige Olympiasiegerin Pechstein (Berlin) setzte sich über 3000 m in 4:08,08 Minuten vor ihrer Dauerrivalin Stephanie Beckert (Erfurt/4:10,52) und der WM-Sechsten Bente Kraus (Berlin/4:12,18) durch. Für die 43-jährige Pechstein war es bereits der 26. deutsche Meistertitel.

Über 5000 m hatte Patrick Beckert keine Mühe. Der WM-Dritte aus Erfurt, der inzwischen bei einem niederländischen Privatteam um Olympiasieger Ireen Wüst trainiert, siegte in 6:19,75 Minuten. Jonas Pflug (Berlin/6:42,54) und Felix Maly (Erfurt/6:45,41) waren chancenlos.

Die Ergebnisse am ersten Tag der nationalen Titelkämpfe spiegelten den zu erwartenden Saisonverlauf wieder. Ihle, Pechstein und Beckert dürften im Winter die einzigen Athleten der DESG sein, die regelmäßig um internationale Podestplätze kämpfen.