Paris (AFP) Der Prix Goncourt geht dieses Jahr an den französischen Schriftsteller Mathias Enard. Der 43-Jährige erhielt am Dienstag den wichtigsten Literaturpreis in Frankreich für seinen Roman "Boussole" (Kompass). In dem komplexen Roman, der teilweise poetisch, teilweise essayistisch erscheint, befasst sich der Kenner des Mittleren Ostens mit dem Bild des Orients in der westlichen Welt. In der engeren Auswahl waren zuletzt Hédi Kaddour, Tobie Nathan und Nathalie Azoulai, in deren Büchern es ebenfalls um das schwierige Verhältnis von Orient und Okzident geht.