Köln (SID) - Die nach Medien-Informationen von Wolfgang Niersbach 2007 unterzeichnete Steuererklärung, in der die ominöse Zahlung von 6,7 Millionen Euro vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) an den Weltverband FIFA gelistet ist, soll bereits neun Monate zuvor testiert worden sein. Das berichtet das Fachmagazin kicker.

Demnach haben die Wirtschaftsprüfer der Dr. Schmitz-Hüser WWS GmbH in Aachen die DFB-Bilanz des Geschäftsjahres 2005 am 14. Februar 2007 testiert. Niersbach, erst Ende Oktober 2007 zum Generalsekretär des Verbandes berufen, unterschrieb das umfangreiche Zahlenwerk im Vertrauen auf die Arbeit seines Vorgängers Horst R. Schmidt und des damaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger wenige Tage nach seinem Amtsantritt ohne weitere Prüfungsmaßnahmen.

Am Dienstagmorgen hatten Steuerfahnder die DFB-Räume sowie das Privatanwesen von DFB-Präsident Niersbach, seinem Vorgänger Zwanziger und Schmidt durchsucht. Der Verdacht lautet "Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall".